ZDF/ARTE • Freche Viecher - Nandus, Sittiche und Nutrias 

Dokumentation 3x 43/52 Min.

 

Halsbandsittiche - Schreihälse und Rabauken

Eingebürgerte Halsbandsittiche haben sich vor allem in den Städten Mitteleuropas stark vermehrt. Ob in Heidelberg, Köln oder Brüssel - Wissenschaftler sind nicht sonderlich begeistert und warnen vor den lautstarken Papageien, die heimischen Vögeln Futter und Nistplätze streitig machen und teilweise auch Hausfassaden beschädigen. Forscher streiten darüber, wie man die Tiere behandeln soll. Die Städte scheuen Maßnahmen, weil die bunten Papageien bei vielen Bewohnern sehr beliebt sind. Und ihre Zahl wächst derweil. Einige genervte Zeitgenossen greifen zu drastischen Mitteln, vergiften oder erschießen sie. Es droht ein Papageienkrieg.

Nutrias - Zahn um Zahn

Nutrias aus ehemaligen Pelzfarmen leben in Mitteleuropa schon weit mehr als hundert Jahre. In letzter Zeit aber vermehren sie sich auch wegen milder Winter stärker als zuvor. Sie fressen den heimischen Arten die Ufervegetation von Flüssen weg und gefährden durch ihre Erdbauten in Dämmen deren Stabilität. Viele lieben die biberähnlichen Nager und füttern sie, Behörden wollen sie mit Fallen einfangen und ihre Bestände reduzieren. Wirklich in Griff bekommt die wachsende Nutriafamilie kaum jemand.

Nandu-Alarm


Nandus sind die größten Vögel, die in Europa frei leben. Die einzige wildlebende Kolonie auf unserem Kontinent kommt nur in Norddeutschland vor. Seitdem einzelne der straußenähnlichen Vögel aus Südamerika vor zwanzig Jahren aus einem Gehege ausbrachen, vermehren sie sich kontinuierlich in Freiheit. Trotz Nestzerstörungen und Eierentnahmen flitzen nun bereits mehr als 500 der fast mannshohen Laufvögel über die mecklenburgischen Ackerflächen. Landwirte beklagen Ernteverluste, Spaziergänger sorgen sich um ihre Hunde und Jäger vermuten einen Einfluss auf seltene Insekten und Reptilien. Gleichzeitig aber locken die exotischen Vögel vermehrt neugierige Wochenendtouristen an, von denen Gaststättenbesitzer und Hoteliers profitieren. 2019 gab es erste Abschussgenehmigungen. Darf man eine gefährdete Art bekämpfen, wenn sie an einem fremden Standort lebt?

(Herbert Ostwald / Marco Polo Film)


Buch & Regie: Herbert Ostwald

Kamera: Erik Sick

Zusatzaufnahmen: Roland Gockel, Klaus Scheurich

Ton: Marcel Lepel, Daniel Hallmann

Schnitt: Armin Riegel, Andreas Tiletzek

Produktion: Marco Polo Film AG

Produktionsleitung: Moritz Mayerle, Verena Feige

Produktion Annette Scheurich

Redaktion: Ann-Christin Hornberger

Drehzeit: September 2019 - Oktober 2020

 

Sendetermin bei ARTE: voraussichtlich im März 2021

 

 

 

 

              

 
           

 
      
      

 

   
   
   
   
   
  

 

© 2020, Daniel Hallmann | www.d-hallmann.de